Archive for Juli 2012

Armut

Niemand kann Frieden haben, solange andere im Sumpf von Armut und Unsicherheit leben.

Nelson Mandela 

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Das in der Neuen Luzerner Zeitung vom 29. Juni 2012 gelesen:

„Schnäppchenjagd auf günstige Laptops artet völlig aus“

Die Eröffnung einer Geschäftsfiliale in Luzern endet chaotisch. Hunderte stürmen das Geschäft, Menschen stürzen, schreien vor Schmerzen, kollabieren, geraten in Panik. Dies, weil 500 Laptops für nur gerade CHF 200 anstatt für CHF 800 angeboten werden.

Und das gedacht:

Ja, was denken Sie, wenn Sie das lesen?

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Beim Spaziergang mit Baly kreist ein Spatz über mir. Spatzen, Coca-Cola und Nescafé haben etwas gemeinsam: Die Population der Spatzen ist groß, Nestlé ist der größte Nahrungsmittelkonzern der Welt und Coca-Cola muss sich über seine Grösse bestimmt auch nicht beklagen. Und vor allem: Alle drei sind in jeder hintersten Ecke der Welt anzutreffen.

Noch etwas ist allen dreien gemeinsam: Sie brauchen Wasser.

Die beiden Großkonzerne brauchen, wie viele andere Großkonzerne auch, Wasser oftmals gedankenlos in ihrem eigenen Interesse. Der eine zum Anbau riesiger Monokulturen, die die Erde auslaugen und verschmutztes, unbrauchbares Wasser für die einheimische Bevölkerung zurücklassen. Der andere verbraucht das Wasser ganzer Regionen zur Herstellung seiner Produkte und schreibt in einem seiner Jahresberichte: “Wir alle in unserer Coca-Cola Familie wachen jeden Morgen mit der Gewissheit auf, dass jeder Mensch auf der Erde im Laufe des Tages Durst haben wird. Wenn wir dafür sorgen, dass für jeden Menschen kein Weg an Coca-Cola vorbeiführt, haben wir unseren Erfolg auf viele Jahre hinaus gesichert. Jedes andere Handeln ist keine Option.“ Wie zynisch ist diese Haltung: weder Mensch noch Tier noch die Natur können ihren Flüssigkeitsbedarf mit Coca-Cola decken!

Der Spatz hingegen braucht das Wasser sorgfältig, nur um sein eigenes Überleben zu sichern. Und er braucht es so, dass er keinem anderen Wesen damit schadet.

Im Tamaschek, der Sprache der Tuareg, dem Volk wo Baly herkommt, unterscheiden sich die beiden Wörter für Leben und Wasser nur in einem einzigen Buchstaben: Iman bedeutet Leben und Aman bedeutet Wasser.

Der Spatz macht es uns vor: er geht mit dem blauen Gold achtsam um.

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Hunde-Freund

Ein Hund ist ein Freund, den Du Dir nicht kaufen kannst!

Übrigens: mein Hunde-Freund Baly hat seit gestern seinen eigenen Blog: africanis

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Lebenskunst

Jeder Mensch ist ein Künstler

„Lass Dich fallen,

lerne Schlangen zu beobachten,

pflanze unmögliche Gärten,

lade jemand Gefährlichen zum Tee ein,

mache kleine Zeichen, die „Ja“ sagen und verteile sie überall in Deinem Haus.

Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit,

freue Dich auf Träume.

Weine bei Kinofilmen,

schaukle so hoch Du kannst

mit einer Schaukel bei Mondlicht.

Pflege verschiedene Stimmungen,

verweigere „verantwortlich“ zu sein,

tu es aus Liebe.

Glaube an Zauberei, lache eine Menge, bade im Mondlicht.

Träume wilde, phantasievolle Träume.

Zeichne auf die Wände, lies jeden Tag.

Stell Dir vor, Du wärst verzaubert,

kichere mit Kindern.

Höre alten Menschen zu, freue Dich, tauche ein, sei frei.

Preise Dich selbst, lass die Angst fallen, spiele mit allen.

Unterhalte das Kind in Dir, Du bist unschuldig,

baue eine Burg aus Decken,

werde nass,

umarme Bäume,

schreibe Liebesbriefe.“

 Joseph Beuys

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Menschenrecht

Für uns Europäer sind Toiletten eine Selbstverständlichkeit. 2,6 Milliarden Menschen oder 40 Prozent der Weltbevölkerung haben jedoch keinen Zugang zu einer solchen Einrichtung. Südlich der Sahara betrifft es 37 Prozent der Menschen, denen dieser unerlässliche Zugang zu sanitären Anlagen vorenthalten ist. Eine der tragischen Folgen davon ist, dass alle 20 Sekunden ein Kind unter fünf Jahren an einer Durchfallerkrankung stirbt, meistens hervorgerufen durch ungenügende Hygiene in der Trink- und Abwasserversorgung. Diese lautlose Katastrophe hat mehr Menschen getötet als AIDS oder alle bewaffneten Konflikte seit 1945. Die Schweiz im Gegensatz dazu verfügt über ein Kanalisationssystem, das doppelt so lang ist wie der Erdumfang.

Seit die UN im Jahre 2000 den Zugang zu Toiletten und zu sauberem Wasser zum Millenium-Entwicklungsziel erklärt hat, gilt beides als Menschenrecht.

Um den nachhaltigen Zugang zu Trinkwasser und einfachen sanitären Anlagen für die Hälfte der Leidtragenden bis 2015 zu ermöglichen, müssten jährlich zehn Milliarden Dollar eingesetzt werden. Und in Europa wird jeden Sommer derselbe Betrag für Eiscreme ausgegeben!

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Werte

Werte schaffen Wert

Titel eines wegweisenden Buches zum Thema Management

Die Autoren: Gregor Vogelsang und Christian Burger

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