Archive for September 2012

Trost

„Wer nie gelitten hat, weiss auch nicht, wie man tröstet.“

Dag Hammarskjöld, schwedischer Politiker und UN-Generalsekretär

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Wahrheit

„Es gibt nicht eine Sache, die wahr ist. Alles ist wahr.“

Ernest Hemingway

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Schnelllebigkeit

Rasch leben

Rasch erleben

Rascher leben

Rascheln eben

Brigitte Fuchs, saltowortale

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Innerlichkeit

„Leben ohne Worte ist besser als Worte ohne Leben.

Höchste Lebensweisheit aber ist da zu finden, wo Worte und Leben Hand in Hand gehen.“

Isidor von Pelusia

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Du fragst mich, ob der Tod das Tor zum Paradies sei. Hier mein Versuch einer Antwort:

Das Annehmen der Unabänderlichkeit des Todes ist für mich kein Resignieren. Es hindert mich nicht daran, mein Leben voll zu leben. Im Gegenteil: das Wissen darum, dass meine Zeit begrenzt ist, macht mich unabhängiger von den Dogmen anderer. Ich will meine mir geschenkte Zeit nicht verschwenden und mich nicht von der Meinung anderer beeinflussen lassen.

Das Wissen um meine eigene Endlichkeit zeigt mir, dass ich überhaupt nichts zu verlieren habe. Dieses Wissen gibt mir das Vertrauen, auf mein Herz zu hören und neugierig zu bleiben. Es ist für mich ein Geschenk und die Grundlage meines Entscheides, ein volles Leben leben zu wollen und mich immer wieder überraschen zu lassen:

laut lachen, ohne mich zu genieren;

an das Gute glauben und keine Angst haben, für naiv gehalten zu werden;

lieben und das Risiko eingehen, Schmerz zu erleiden;

vieles weniger ernst nehmen und mich trauen, für oberflächlich gehalten zu werden;

reisen, anstatt mich befördern zu lassen;

barfuss laufen und die Erde spüren;

vor Freude aber auch aus Trauer weinen und gleichgültig darüber sein, als sentimental zu gelten.

Ein solch volles Leben ist für mich das Paradies im hier und jetzt. Für mich ist der Tod nicht das Tor zum ersehnten, sondern der Wegweiser zum gegenwärtigen Paradies!

Zitat aus meinem in Kürze erscheinenden Buch „Neuland – Durch die Wüste zu mir selbst“

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Aufbruch

Ich befahl, mein Pferd aus dem Stall zu holen. Der Diener verstand mich nicht. Ich ging selbst in den Stall, sattelte mein Pferd und bestieg es. In der Ferne hörte ich eine Trompete blasen, ich fragte ihn, was das bedeutete. Er wusste nichts und hatte nichts gehört. Beim Tore hielt er mich auf und fragte:

„Wohin reitet der Herr?“

„Ich weiss es nicht“; sagte ich, „nur weg von hier, nur weg von hier. Immerfort weg von hier, nur so kann ich mein Ziel erreichen.“

„Du kennst also dein Ziel?“, fragte er.

„Ja“, antwortete ich, „ich sagte es doch: Weg von hier – das ist mein Ziel.“

„Du hast keinen Essvorrat mit“, sagte er.

„Ich brauche keinen“, sagte ich, „die Reise ist so lang, dass ich verhungern muss, wenn ich auf dem Weg nichts bekomme. Kein Essvorrat kann mich retten. Es ist ja zum Glück eine wahrhaft ungeheure Reise.“

Franz Kafka

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