Archive for Oktober 2012

Kann eine Wolke sterben?

„Tagtäglich werden wir mit Geburt und Tod konfrontiert. Wenn ein Mensch geboren wird, so stellt man eine Geburtsurkunde für ihn aus; ist er gestorben, gibt es eine Sterbeurkunde, damit man ihn begraben kann. Diese Urkunden bestätigen die Existenz von Geburt und Tod.

 

Aber Buddha sagt: „Nein, es gibt keine Geburt und keinen Tod!“ Ist diese Aussage richtig?

 

….. Geboren werden bedeutet, dass ihr aus nichts zu etwas werdet. Meine Frage lautet also: Habt ihr vor eurer Geburt bereits existiert?

 

Angenommen, eine Henne legt ein Ei. Glaubt ihr, dass das Ei schon da ist, bevor es die Henne legt? Natürlich ist es das; es ist innerhalb ihres Körpers. Auch ihr wart zunächst innerhalb eines Körpers, bevor ihr ausserhalb existiertet. Das bedeutet, dass ihr schon vor eurer Geburt existiert habt – und zwar innerhalb eurer Mutter.

 

….. Wenn ihr aber bereits etwas seid, welchen Sinn hat es dann, von Geburt zu sprechen?  So ist euer sogenannter „Geburtstag“ in Wirklichkeit ein Tag der Kontinuität.

 

….. Könnt ihr auch nur irgendetwas nennen, das einst nichts war? Eine Wolke? ….. Bevor sie zur Wolke wurde, war sie bereits Wasser, das vielleicht als ein Fluss dahinströmte. Sie war nicht nichts. ….. Es gibt nur ein Fortdauern.

 

….. Das gilt nicht nur für das Entstehen der Dinge. Nichts kann geboren werden, und folglich kann auch nichts sterben. ….. Sterben bedeutet, dass ihr aus etwas zu nichts werdet. Glaubt ihr wirklich, dass wir etwas zunichte machen können?

 

….. Wenn wir ein Stück Papier verbrennen, so wird ein Teil von ihm zu Rauch, und der Rauch steigt empor und existiert weiter. Die Hitze, die durch das brennende Papier erzeugt wird, breitet sich im Kosmos aus ….. Die Asche, die zurückbleibt, wird Teil des Erdbodens, und so kann das Stück Papier in seinem nächsten Leben zugleich eine Wolke und eine Rose sein. ….. Wir sind nicht in der Lage, ein Stück Papier in nichts zu verwandeln; es kann aber andere Daseinsformen annehmen. Das soeben Gesagte gilt für alles, es gilt auch für dich und mich.“

 Thich Nhat Hanh

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Aufgabe

Der „schöpferische Plan“ braucht unsere Hände zu seiner Umsetzung.

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Was ich brauche:

Inseln der Stille,

Vertrauen, in mich hineinzuhorchen,

Mut, hinzuhören,

Zeit für mich – und mein Gegenüber.

 

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Lebenskunst

Genau spüren, was für mich stimmig ist;

Nicht über meine Gefühle hinweg trampeln;

Sagen, was mein Eigenes ist;

Handeln, wie es für mich geboten ist.

Das sind für mich Aspekte des „Bei – mir – sein“ und Voraussetzung dafür, meine eigenen Lebensumstände wahrzunehmen und meine Lebensführung im Rahmen des mir Möglichen persönlich zu gestalten.

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Innehalten

„Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn des Lebens und der Welt kommt.“

Albert Schweitzer

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Verbundenheit

Im Samen der Baum;

Im Baum der Raum;

Im Raum die Unendlichkeit;

Die Unendlichkeit im Samen.

Lied

 

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Offenheit

Ein offenes Herz lässt vieles zu.

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