Posts Tagged ‘Leben’

„Meine vielen Tränen sollen nicht verdunsten, sondern zu rettenden Oasen in der Wüste anderer werden.“

Im Sinne dieses Zitates aus meinem Buch „Neuland“ gründe ich morgen meine Sangha in Horw.

Ich freue mich darauf, das Geschenk der Achtsamkeitsmeditation in der Tradition von Thich Nhat Hanh, so wie ich es erfahren durfte und darf, weitergeben zu können. Interessierte sind herzlich Willkommen und melden sich bitte für weitere Informationen bei mir.

Infos unter: Sangha Horw

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Leben ist lernen, im Regen zu tanzen – ohne zu warten, bis der Sturm abgeflaut ist.

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„Obwohl wir leben, sind viele von uns nicht wirklich lebendig, weil wir nicht fähig sind, das Leben im gegenwärtigen Augenblick zu berühren.“

Thich Nhat Hanh

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Trost

„Wer nie gelitten hat, weiss auch nicht, wie man tröstet.“

Dag Hammarskjöld, schwedischer Politiker und UN-Generalsekretär

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Du fragst mich, ob der Tod das Tor zum Paradies sei. Hier mein Versuch einer Antwort:

Das Annehmen der Unabänderlichkeit des Todes ist für mich kein Resignieren. Es hindert mich nicht daran, mein Leben voll zu leben. Im Gegenteil: das Wissen darum, dass meine Zeit begrenzt ist, macht mich unabhängiger von den Dogmen anderer. Ich will meine mir geschenkte Zeit nicht verschwenden und mich nicht von der Meinung anderer beeinflussen lassen.

Das Wissen um meine eigene Endlichkeit zeigt mir, dass ich überhaupt nichts zu verlieren habe. Dieses Wissen gibt mir das Vertrauen, auf mein Herz zu hören und neugierig zu bleiben. Es ist für mich ein Geschenk und die Grundlage meines Entscheides, ein volles Leben leben zu wollen und mich immer wieder überraschen zu lassen:

laut lachen, ohne mich zu genieren;

an das Gute glauben und keine Angst haben, für naiv gehalten zu werden;

lieben und das Risiko eingehen, Schmerz zu erleiden;

vieles weniger ernst nehmen und mich trauen, für oberflächlich gehalten zu werden;

reisen, anstatt mich befördern zu lassen;

barfuss laufen und die Erde spüren;

vor Freude aber auch aus Trauer weinen und gleichgültig darüber sein, als sentimental zu gelten.

Ein solch volles Leben ist für mich das Paradies im hier und jetzt. Für mich ist der Tod nicht das Tor zum ersehnten, sondern der Wegweiser zum gegenwärtigen Paradies!

Zitat aus meinem in Kürze erscheinenden Buch „Neuland – Durch die Wüste zu mir selbst“

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Beim Spaziergang mit Baly kreist ein Spatz über mir. Spatzen, Coca-Cola und Nescafé haben etwas gemeinsam: Die Population der Spatzen ist groß, Nestlé ist der größte Nahrungsmittelkonzern der Welt und Coca-Cola muss sich über seine Grösse bestimmt auch nicht beklagen. Und vor allem: Alle drei sind in jeder hintersten Ecke der Welt anzutreffen.

Noch etwas ist allen dreien gemeinsam: Sie brauchen Wasser.

Die beiden Großkonzerne brauchen, wie viele andere Großkonzerne auch, Wasser oftmals gedankenlos in ihrem eigenen Interesse. Der eine zum Anbau riesiger Monokulturen, die die Erde auslaugen und verschmutztes, unbrauchbares Wasser für die einheimische Bevölkerung zurücklassen. Der andere verbraucht das Wasser ganzer Regionen zur Herstellung seiner Produkte und schreibt in einem seiner Jahresberichte: “Wir alle in unserer Coca-Cola Familie wachen jeden Morgen mit der Gewissheit auf, dass jeder Mensch auf der Erde im Laufe des Tages Durst haben wird. Wenn wir dafür sorgen, dass für jeden Menschen kein Weg an Coca-Cola vorbeiführt, haben wir unseren Erfolg auf viele Jahre hinaus gesichert. Jedes andere Handeln ist keine Option.“ Wie zynisch ist diese Haltung: weder Mensch noch Tier noch die Natur können ihren Flüssigkeitsbedarf mit Coca-Cola decken!

Der Spatz hingegen braucht das Wasser sorgfältig, nur um sein eigenes Überleben zu sichern. Und er braucht es so, dass er keinem anderen Wesen damit schadet.

Im Tamaschek, der Sprache der Tuareg, dem Volk wo Baly herkommt, unterscheiden sich die beiden Wörter für Leben und Wasser nur in einem einzigen Buchstaben: Iman bedeutet Leben und Aman bedeutet Wasser.

Der Spatz macht es uns vor: er geht mit dem blauen Gold achtsam um.

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Vertrauen

Stürme habe ich im Leben schon einige erlebt. Sie sind, wie auch die Stürme in der Natur, nicht sehr angenehm oder können sogar lebendsbedrohend werden. Auf jeden Fall sorgen sie für intensive Momente im Leben. Durch sie konnte ich lernen, was in meinem Leben wirklich verankert ist, wo ich feste Wurzeln habe, welche Äste tragen. Dürre Blätter und verfaulte Früchte werden weggeblasen. Der Sturm sorgt so für Platz und Kraft für neue Knospen.

Dem Sturm kann sogar ein Winter folgen. Alles erstarrt und wird steif und unbeweglich. Es scheint, als ob alles Leben vergangen ist. Kein Vogelgezwitscher ist mehr zu hören.

Erst später, wenn ich diese Phase ausgehalten und überstanden habe, vermag ich zu erkennen, dass sich unter der Schneeschicht das Leben gesammelt und zum Neuaufbruch vorbereitet hat. Mit aller Kraft bringt es sich wieder zum Vorschein. Dieses tiefe Wissen hat überhaupt nichts mit dem oberflächlichen und allgegenwärtig propagierten positiven Denken zu tun, sondern mit etwas, für mich jedenfalls, viel schwierigerem: mit bedingungslosem Vertrauen.

Meine gewaltigsten Lebensstürme lehrten mich, dass es darauf ankommt, wen ich in meinem Leben erreiche und nicht was.

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